Gestaltung und Oberflächen
Folienschnitt für einen Rechner
Eine schwarze Gehäusewand ist eine große leere Fläche. Was darauf kommt, muss als Vektorgrafik entstehen, nicht als Bild: ein Plotter schneidet Pfade, und ein Laser fährt sie ab.


Was bei Folie anders ist als bei Gravur
Zwei Dinge, die bei einer Gravur völlig egal sind:
- Mindeststrichstärke. Eine 0,7 mm breite Linie lässt sich gravieren, aber nicht als Folie entgittern — sie reißt. Alle feinen Linien mussten verdoppelt werden.
- Die Zahl der eingeschlossenen Inseln. Jede Insel ist ein Stück Folie, das von Hand herausgepult werden muss. Dicht verbundene Netzkanten erzeugten anfangs 523 Stück; mit einem engeren Kantenfenster sind es 172.

Wie es dann wirklich gemacht wurde
Am Ende kam keine Folie auf die Wand, sondern der Laser direkt auf den Lack. Das Ergebnis ist dunkel auf dunkel mit metallischem Schimmer — nur die Vollflächen des Würfels heben sich deutlich ab, der Rest wirkt je nach Lichteinfall. Dezenter als Folie, und ohne Kante, die sich irgendwann löst.
Dafür wurde die Grafik in drei Gravurebenen zerlegt, die gegeneinander um 1,5 mm freigestellt sind: so wird keine Stelle zweimal gebrannt.