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Gestaltung und Oberflächen

Folienschnitt für einen Rechner

Eine schwarze Gehäusewand ist eine große leere Fläche. Was darauf kommt, muss als Vektorgrafik entstehen, nicht als Bild: ein Plotter schneidet Pfade, und ein Laser fährt sie ab.

Grafik im Cyberpunk-Stil mit Sechseck, Strichcode und der Aufschrift BLACKBOX AI CORE
Hochformatiger Entwurf für die Gehäusetür: ein isometrischer Würfel in einem Sechseck, darunter eine Leiterbahn zum Schriftzug, rechts senkrecht der Name, unten ein oranger Warnstreifen
Die Tür bekommt ein eigenes Motiv — hochkant, mit Freifeld oben für Logo und Leuchte.

Was bei Folie anders ist als bei Gravur

Zwei Dinge, die bei einer Gravur völlig egal sind:

  • Mindeststrichstärke. Eine 0,7 mm breite Linie lässt sich gravieren, aber nicht als Folie entgittern — sie reißt. Alle feinen Linien mussten verdoppelt werden.
  • Die Zahl der eingeschlossenen Inseln. Jede Insel ist ein Stück Folie, das von Hand herausgepult werden muss. Dicht verbundene Netzkanten erzeugten anfangs 523 Stück; mit einem engeren Kantenfenster sind es 172.
Aufteilungsplan der Grafik in fünf Kacheln, jede mit Nummer und Maßen beschriftet. Die Schnittlinien zwischen den Kacheln laufen durch leere Stellen des Motivs
Für eine Maschine mit kleinerem Arbeitsfeld wird die Grafik in Kacheln zerlegt — die Nähte laufen bewusst durch leere Stellen, und in den langen Linien sitzen Lücken, damit ein Versatz nicht auffällt.

Wie es dann wirklich gemacht wurde

Am Ende kam keine Folie auf die Wand, sondern der Laser direkt auf den Lack. Das Ergebnis ist dunkel auf dunkel mit metallischem Schimmer — nur die Vollflächen des Würfels heben sich deutlich ab, der Rest wirkt je nach Lichteinfall. Dezenter als Folie, und ohne Kante, die sich irgendwann löst.

Dafür wurde die Grafik in drei Gravurebenen zerlegt, die gegeneinander um 1,5 mm freigestellt sind: so wird keine Stelle zweimal gebrannt.