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Gehäuse nach Platinenmaß

Für eine fertige Platine ein Gehäuse zu bauen klingt einfach, bis man merkt, dass man jedes Maß braucht: wo die Löcher sitzen, wie hoch das höchste Bauteil ist, wo die Mikrofone liegen, wie weit die Klinkenbuchse über die Kante ragt. Abgelesene Maße aus Produktfotos reichen dafür nicht.

Vier Ansichten eines zweiteiligen Gehäuses mit Lautsprechergitter und Senklöchern
Vier Ansichten der Unterschale: von vorn als glatte Platte mit zwei Senklöchern, von oben und von der Seite als flacher Streifen, schräg mit Blick in die Wanne mit Auflagedomen und Kabelführung
Die Rückseite bleibt glatt, weil das Gehäuse angeschraubt wird. Alles, was Platz braucht, sitzt innen.

Maße aus dem STEP, nicht aus dem Foto

Der Hersteller veröffentlicht die Platine als STEP-Datei. Ein Skript liest daraus die Außenkontur, die Lochpositionen und zwei Höhenkarten im halben Millimeterraster — eine je Bestückungsseite. Danach steht fest, dass das höchste Bauteil auf der einen Seite 6,84 mm misst und auf der anderen 2,59 mm, und wo genau die beiden MEMS-Mikrofone sitzen.

Das ist der Unterschied zwischen einem Gehäuse, das passt, und einem, das beim ersten Zusammenbau an drei Stellen klemmt.

Vier Ansichten der Front: von vorn mit einem wabenförmigen Lochfeld über dem Lautsprecher und zwei Schraublöchern, dazu Seiten- und Schrägansicht mit den beiden Führungszapfen
Das Lochfeld sitzt über dem Piezo-Lautsprecher. Die beiden kleinen Stößel übertragen die Taster nach außen, ohne dass Löcher offen bleiben.

Zwei Teile, nicht drei

Die Trennebene läuft so, dass beide Teile ohne Stützmaterial druckbar sind und die Platine beim Zusammenbau von einer Seite eingelegt wird. Die Druckstößel für die beiden Taster sind der einzige Zusatz: zwei winzige Zylinder, die sich frei bewegen und den Druckpunkt nach außen holen. Ohne sie bräuchte die Front zwei offene Löcher, und über offene Löcher kommt Staub auf die Platine.