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Was der Laser hergibt

Gravur, die aus einer Höhenkarte kommt

Für eine normale Gravur reicht ein Strichbild. Für ein Relief nicht: dort muss für jeden Punkt feststehen, wie tief die Maschine abtragen soll. Das ist eine Höhenkarte in Millimetern — und die kann man rechnen.

Graustufenbild eines Spiralmusters, das wie Sonnenblumenkerne angeordnet ist — hell steht für hoch, dunkel für tief
Kreisrundes Relief aus gestreckten Körnern, die zu durchgehenden Spiralbändern verschmelzen; zwischen den Bändern bleiben scharfe Täler
Die Kerne sitzen im goldenen Winkel wie in einer Sonnenblume und sind entlang ihrer Spiralrichtung gestreckt. Dadurch verschmelzen Nachbarn derselben Spiralfamilie, quer dazu nicht.
Kreisrundes Relief aus einander berührenden Kugelkalotten unterschiedlicher Größe, die jede Lücke mit immer kleineren Kreisen füllen
Ein zweites Muster aus derselben Kette: apollonische Kreise, als Kalotten aufgewölbt. Jede Lücke wird rekursiv weiter gefüllt.

Was beim Lasern wirklich zählt

Zwei Dinge, die aus Versuchen stammen und nicht aus einer Anleitung:

  • Die Holzart entscheidet. Für tiefe Reliefs ist Linde der Standard. Buche ist ungeeignet, weil die Dichte zwischen Früh- und Spätholz stark wechselt: der Laser trägt im weichen Frühholz mehr ab, und die Maserung drückt sich als Störung ins Relief.
  • Mehrere Durchgänge statt eines langsamen. Das verteilt die Wärme und gibt sauberere Flanken.

Wenn mehrere Gravurlagen übereinanderliegen, lassen sie sich gegeneinander versetzen, ohne Zeit zu kosten — gedacht gegen feste Strukturen, die ein Mehrdiodenkopf bei jedem Durchgang an derselben Stelle einbrennt. Der Versatz muss dabei ein ganzes Vielfaches der Schrittweite sein; alles andere verschiebt das Bild.

Eine Falle, die zwei Anläufe gekostet hat

Beim Wechsel auf die Rückseite eines Höhenfeldes liegt es nahe, neben der Normalen auch eine Querachse zu drehen. Das spiegelt aber das Bild, und für eine Gravur ist das Ergebnis unbrauchbar. Richtig ist, nur das Vorzeichen der Höhe zu drehen und die Achsen in der Ebene zu lassen.

Der einzige Test, der dabei anschlägt: ein unsymmetrisches Zeichen — ein Buchstabe, eine Ziffer — gegen ein Originalfoto halten. An einem symmetrischen Muster sieht man den Fehler nicht.