Vom Scan zum Bauteil
Fahrzeugausbau aus dem Scan
Bevor etwas in ein Fahrzeug eingebaut wird, muss man wissen, was dort wirklich an Platz ist. Nicht ungefähr, sondern in Millimetern und in einem Koordinatensystem, das sich auch morgen noch erklären lässt.

Der wichtigste Punkt steht am Anfang
Der feine Scan kam 0,7220-fach zu klein an. Photogrammetrie ohne Maßstabsreferenz im Bild hat keinen absoluten Maßstab — sie bestimmt die Form bis auf einen Faktor, und der Faktor ist beliebig. Erst die Registrierung auf den zweiten, selbst skalierten Scan hat ihn festgelegt: 1,3850.
Zur Plausibilisierung dienen Maße, die man unabhängig kennt: 1031 mm Laderaumbreite passt zu dem, was für diese Fahrzeugfamilie dokumentiert ist. Eine Zahl, die nur aus dem Scan kommt, prüft sich nicht selbst.

Ein Koordinatensystem, das man erklären kann
X quer zur Fahrzeug-Symmetrieebene, Y längs mit dem Nullpunkt an der Ladekante, Z hoch ab der Auflageebene des Ladebodens. Das klingt banal, ist aber die Voraussetzung dafür, dass eine Zahl aus diesem Projekt in einem halben Jahr noch etwas bedeutet.
Eine Sache gibt der Scan nicht her: ob +X die Fahrer- oder die Beifahrerseite ist. Dafür ist er zu symmetrisch. Das steht so in der Dokumentation, statt es zu raten.
