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Vom Scan zum Bauteil

Ein Laptopdeckel, vermessen

Um etwas in ein vorhandenes Gerät einzubauen, muss man erst wissen, wo innen Platz ist. Ein Scan des offenen Geräts beantwortet das — vorausgesetzt, man rechnet ihn in etwas um, das man lesen kann.

Falschfarbendarstellung eines Laptop-Innenraums mit eingezeichneten Bauteilgrenzen

Erst messen, was der Scan überhaupt taugt

Bevor aus einem Scan Maße werden, gehört geprüft, wie genau er ist. Auf wirklich ebenen Flächen — hier der Akkudeckel — liegt das Rauschen zwischen 0,04 und 0,10 mm. Das reicht für Passungen. Die Tiefenkarte wird per Strahlverfolgung mit 0,25 mm je Bildpunkt gerechnet, und innerhalb des Umrisses gibt es keine einzige Fehlstelle.

Erst nach diesen drei Zahlen darf man dem Rest glauben: Außenmaß 400,18 × 282,92 mm, Eckradien zwischen 15,3 und 17,5 mm, 50 % der Fläche höher als 8 mm, 99 % niedriger als 12 mm.

Graustufen-Höhenkarte des geöffneten Notebooks von unten: zwei Lüfter mit ihren Heatpipes oben, die Platine in der Mitte, unten der flache Akkublock, dessen Umriss rot nachgezeichnet ist
Hell ist hoch, dunkel ist tief. Der rote Umriss ist der Akkublock mit 237,6 × 97,6 mm — herausgelöst aus der Karte, nicht nachgezeichnet.

Wozu das gut ist

Mit der Höhenkarte sieht man auf einen Blick, welche Fläche wie tief ist und wo nichts hinpasst. Das ist die Grundlage für alles, was danach kommt: ein Ersatzdeckel, ein Einbau, eine Halterung. Ohne sie bleibt nur Probieren.

Ein Hinweis zur Ehrlichkeit: der Deckel selbst liegt in keinem der Scans separat vor, und der zweite Scan zeigt das geschlossene Gerät — also nur die Außenform, keine Wandstärke. Was man daraus ableiten kann, ist begrenzt, und das gehört dazugesagt.