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Gestaltung und Oberflächen

Farbkonzept für ein Fahrzeug

„Welche Teile beklebe ich?“ lässt sich nicht im Kopf entscheiden. Man muss es sehen — und zwar mehrere Varianten nebeneinander, in denselben Ansichten, mit denselben Lichtverhältnissen.

Farbstudie eines Kleinstfahrzeugs in Grün- und Brauntönen, Frontansicht
Übersichtsblatt mit 32 Silhouetten desselben Kleinstfahrzeugs in verschiedenen Ansichten. In jeder ist eine andere Karosseriefläche rot hervorgehoben, darunter Nummer, Ansicht und Flächenzahl
Jede Karosseriefläche einzeln, nach Größe sortiert. Erst damit lässt sich entscheiden, welche Teile sich zu bekleben lohnen — die Zahl darunter ist die Fläche.

Zwei Grenzen, die aus dem Druckverfahren folgen

Mit vier Filamentspulen lassen sich zehn Farben darstellen: die vier echten plus sechs, die der Drucker mischt, indem er schichtweise zwischen zwei Spulen wechselt. Daraus folgt unmittelbar zweierlei:

  • Die Mischung läuft in der Höhe. Auf einer flach nach oben zeigenden Fläche sieht man nur die oberste Schicht, also eine Komponente statt der Mischung. Ein Dachpaneel, das zu 94 % waagerecht ist, braucht deshalb zwingend eine echte Spule.
  • Eine dunkle Zielfarbe braucht eine dunkle zweite Komponente. Schwarz plus Hellgrau kommt in brauchbarer Kadenz nicht unter ein mittleres Grau — Anthrazit lässt sich daraus nicht mischen.

Beides sind keine Einstellungsfragen, sondern folgt aus dem Verfahren. Wer es erst beim Drucken merkt, hat eine Spule umsonst gekauft.