Fortbildung
Lehrkräftefortbildung
Ein Workshop ist ein guter Tag. Ob danach etwas bleibt, entscheidet sich daran, ob jemand im Kollegium das Gerät allein wieder einschaltet.

Ich stehe gern selbst vor einer Klasse — das ist der Teil meiner Arbeit, den ich am liebsten mache. Nur: am Abend fahre ich wieder weg, und das Gerät bleibt da. Fünf Jahre Innovationslabor am Umwelt-Campus haben mir vor allem eines gezeigt — das Gerät war fast nie das Problem.
Die Hürde ist der erste Druck ohne jemanden daneben. Die Frage ist nicht „wie funktioniert das“, sondern „und wenn es schiefgeht, während zwanzig Kinder zusehen?“. Dagegen hilft kein Handbuch, sondern einmal selbst gemacht zu haben — mitsamt dem Moment, in dem es schiefgeht und man es wieder hinbekommt.
Drei Formen
- Halber Tag — ein Verfahren richtig durchgespielt, für eine Fachschaft oder ein paar Lehrkräfte.
- Fortbildungstag — ein ganzer Tag für das Kollegium oder eine Fachschaft, schulintern. Alle Geräte stehen im Raum, jede Person arbeitet selbst daran.
- Reihe — mehrere Termine, am besten mit den Geräten Ihrer Schule. Zwischen den Terminen probieren Sie aus, beim nächsten klären wir, was gehakt hat. Danach bleibt am meisten hängen.
Was wir machen
- Jede Person druckt, graviert oder schneidet einmal selbst — vom leeren Bildschirm bis zum Teil in der Hand
- Tinkercad so weit, dass Sie damit eine Unterrichtsstunde planen können
- Material: was geht, was nicht, was es kostet, was man nachbestellt
- Sicherheit und Unterweisung — und was Sie den Schülerinnen und Schülern vorher sagen müssen
- Wartung: Düse wechseln, Bett ausrichten, Linse reinigen, Filament lagern
- Fehlerbilder lesen — woran man sieht, was schiefgelaufen ist, bevor man dreimal dasselbe druckt
- Fertige Unterrichtsbeispiele für Ihr Fach, zum Mitnehmen
- Auf Wunsch Mikrocontroller und erste KI-Elemente, wenn Informatik dabei ist
Was wir weglassen, entscheiden wir im Vorgespräch. Ein Tag mit vier Grundschullehrkräften sieht anders aus als einer mit der Fachschaft Technik.
Am liebsten zusammen mit einer Klasse
Der Zuschnitt, den ich am meisten empfehle, sind zwei Tage hintereinander: am ersten die Fortbildung, am zweiten der Workshop mit der Klasse — und Sie stehen mit vorn. Sie haben alles einen Tag vorher selbst gemacht, kennen die Stolperstellen, und die Kinder sehen ihre eigene Lehrkraft am Gerät statt einen Besucher. Beim nächsten Mal brauchen Sie mich dafür nicht mehr.
Zwei Tage am Stück sind zwei Tage im Block, also 400 € je Tag statt 500 € — der zweite Tag kostet damit weniger, als wenn Sie beides getrennt buchen.
Das ist ein Wunsch und keine Bedingung. Wenn ein einzelner Workshop das ist, was gerade geht, mache ich den genauso gern.
Was ich mitbringe, was Sie stellen
Ich bringe die Geräte mit, aufgebaut und eingerichtet, dazu Material, Laptops und die Unterlagen zum Mitnehmen — ein Schul-WLAN brauche ich nicht. Sie stellen einen Raum mit Tischen und genug Steckdosen. Wenn Ihre Schule eigene Geräte hat, arbeiten wir lieber an denen: Es nützt mehr, das Gerät zu können, das nachher im Haus steht.
Eine Teilnahmebescheinigung stelle ich aus, wenn Sie eine brauchen. Ob die Veranstaltung bei Ihnen als Fortbildungstag anerkannt wird, entscheidet Ihre Schulaufsicht und nicht ich — fragen Sie das bitte vorher dort.
Warum das ein eigener Termin ist
Es liegt nahe, sich die Einarbeitung als Stunde vor dem Workshop zu denken. Das trägt nicht, und zwar aus zwei Gründen.
Der erste: In ein bis zwei Stunden bekommt man kein Verfahren durchgespielt. Siebdruck mit lasergeschnittenen Schablonen zum Beispiel — Motiv aufbereiten, Schablone schneiden, Rahmen einrichten, drucken, trocknen lassen, und dann einmal sehen, was passiert, wenn die Farbe unterläuft. Wer das nicht bis zum Ende gemacht hat, kann es nicht anleiten. Das ist ein halber Tag, keine Randnotiz.
Der zweite: Es ist Arbeit. Vorbereitung, Material, Anfahrt und der Tag selbst fallen genauso an wie bei einem Workshop. Ich rechne das offen ab, statt es irgendwo einzupreisen.
Was es kostet
Ein Fortbildungstag kostet wie ein Workshoptag: 500 € einzeln, 400 € je Tag, sobald mehrere zusammenhängen. Fortbildung am einen Tag und Workshop am nächsten sind also zwei Tage im Block. Für einen halben Tag sagen Sie mir, was Sie vorhaben — dann rechne ich es Ihnen aus, bevor Sie sich entscheiden.
Geht es weniger um die Geräte als um die Frage, welche überhaupt angeschafft werden sollen, ist die Makerspace-Beratung der passendere Einstieg. Beides lässt sich verbinden.